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Ge-lassen-heit

Das Gegenteil von dem, was wir lernen


Das Lassen-können ist eine der größten Fähigkeiten des Menschen, auf die wir aber viel zu selten zugreifen - vielleicht, weil sie das Gegenteil von dem ist, was wir oft von klein an lernen und mitbekommen?! - das Mehr-wollen und Erreichen.


"Wo ein Wille, da ein Weg", sagen wir, und das impliziert, dass wir alles schaffen und beeinflussen können, wenn wir uns nur genug anstrengen. Es impliziert auf gewisse weise, dass wir alles kontrollieren können.


Ich glaube aber, dass wir dadurch Gefahr laufen auszubrennen und der Satz nicht vollständig ist. Vielleicht müsste es heißen:


"Wo ein Wille, kann ein Weg beginnen, aber nicht alles liegt in unserer Hand"


Das Leben lässt sich nicht vollständig kontrollieren


Wenn wir uns darin üben, uns sein zu lassen, die anderen sein zu lassen und die Dinge sein zu lassen und annehmen können, dass wir so vieles im Leben nicht kontrollieren können, dann kann das ein großer Schritt in Richtung psychisches Wohlbefinden sein.


Beispielsweise kann ich für die Prüfung lernen, aber ob ich sie bestehe, kann ich nicht machen. Ich kann nicht kontrollieren ob ich einen Blackout während der Prüfung habe und alles vergesse. Ich kann nicht kontrollieren, ob plötzlich zur Prüfung etwas kommt, was ich nicht gelernt habe.


Aber genau diese Ereignisse sind es, wovor wir Angst haben. Da stellt sich und plötzlich etwas in den Weg, das nicht sein soll. Aber Realität ist, dass es dieses Etwas gibt und wir keinen Einfluss darauf haben.


Wie wir damit umgehen, wenn es eintritt, das liegt wiederum in unserer Hand..

und hier beginnt dann Selbst-vertrauen und Sicherheit, hier beginnen wir, Halt in uns zu finden.

Worauf kann ich mich trotzdem verlassen - in mir oder im Außen, das noch da ist - auch wenn etwas eintritt, das nicht geplant oder gewollt war?



Gelassenheit


Wenn wir das Sein-lassen in uns aktivieren und lernen, das Unverfügbare als Teil des Lebens anzunehmen, können wir an einen Punkt in unserem Leben kommen, wo Ge-lassen-heit Einzug hält und wir trotzdem noch Halt in uns finden, weil wir die Erfahrung machen dürfen, dass das Leben immer weitergehen kann, auch wenn das Unverfügbare eintritt.










 
 
 

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